17.05.2019

Evangelische Gesamtschule Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg mit AMYNA Präventionspreis 2019 ausgezeichnet

Die Wilhelm-Löhe-Schule erhielt am 16.05.2019 den AMYNA-Präventionspreis in Höhe von 3000.-€ für ihre außergewöhnliche Konzeptarbeit gegen Gewalt. "Die Auszeichnung beweist, dass die WLS die richtigen Schritte unternimmt, um ihre Schülerinnen und Schüler sowie auch Kolleginnen und Kollegen auf adäquate Weise vor psychischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt zu schützen", sind sich Gesamtschulleiter Hubertus Gieck und die Präventionsbeauftragte der WLS, Viviane Kellermann, einig. Der Präventionspreis des Münchner Vereins AMYNA e.V. wird seit 2005 an Projekte, Einrichtungen und Dienste in ganz Bayern verliehen, die sich für die Prävention von sexueller Gewalt in besonderer Weise engagieren.

Worauf es bei der Prävention vorrangig ankommt sind Erwachsene, die Verantwortung für die ihnen anvertrauten Kinder übernehmen und dies mit Fachkompetenz tun.

Diese Verantwortung übernimmt seit dem Schuljahr 2017/18 an der Wilhelm-Löhe-Schule das Präventionsteam unter Leitung von Frau Kellermann. Hier engagieren sich Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte aus allen Schularten.

Unter dem Motto „Wir wollen eine gewaltfreie Schule sein“ entwickelte das Team ein Schutzkonzept, das den respektvollen Umgang aller miteinander stärkt, die Lernumgebung transparenter gestaltet, angemessene Aufklärung betreibt, auf Grenzen hinweist, die individuelle Entwicklung des Einzelnen fördert und seine Stärken hervorhebt.

Eine konkrete Umsetzung hat das Präventionskonzept schon erlebt:

So erfuhren die Viertklässler der Grundschule durch das Projekt „Achtung-Grenze“ viel über ihren Körper, ihre Grenzen und ihre Bedürfnisse.

Das Projekt „LoveTours“ der Caritas erarbeitete mit allen 8. Klassen der Gesamtschule spezifische Themen rund um die Sexualität der Jugendlichen.

Neben dieser Präventionsarbeit sind besonders die Krisen- und Handlungsleitfäden hervorzuheben, die klare Vorgaben liefert, wie im konkreten Fall schnell und angemessen zu reagieren ist. Damit setzt die Wilhelm-Löhe-Schule ein deutliches Zeichen, dass die Schule ein sicherer Ort sein muss, an dem es Kompetenz für Unterstützung im Krisenfall gibt.

Die an der WLS etablierte Kultur der Partizipation und Mitbestimmung, die sich u.a. in Gremien wie dem Schulparlament verwirklicht, die etablierte Beschwerdekultur, die an der WLS als "Lösungsmanagement" gelebt wird und viele weitere Bausteine hob Christine Rudolf-Jilg in ihrer Laudatio als nachahmenswerte Elemente hervor, die deutlich machen, dass die WLS diesen Preis wirklich verdient hat. Besonders verwies sie auf die Haltung an der WLS, dass es ein ständiges "work in progress" brauche, um das Schutzkonzept immer weiter zu entwickeln.

Die Bedeutung des Beratungszentrums der Wilhelm-Löhe-Schule für das Gelingen dieser Zielsetzung, die stete Rückendeckung und Unterstützung der Gesamtschulleitung und das Engagement von Schüler*innen, Eltern und allen Lehrkräften machte Viviane Kellermann in ihrer Dankesrede deutlich.

 

Weitere Informationen:

amyna.de/wp/praevention_an_schulen/

https://www.wls-nbg.de/gesamtschule/

Dankrede Viviane Kellermann