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miteinander leben, lernen, glauben im Spielraum christlicher Freiheit

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage: Evangelische Schulen engagieren sich

Im Jahr 2008 war die Diakoneo Fachakademie für Sozialpädagogik in Hof die erste evangelische Schule in Bayern, die das Sigel der Initiative Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SoR-SmC) erhielt. Mittlerweile gibt es 22 Standorte mit insgesamt 38 Evangelischen Schulen, die sich der Initiative angeschlossen haben. Der jüngste Zuwachs ist die Johann-Hinrich-Wichern-Fachakademie für Sozialpädagogik der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Schweinfurt.
Mit einem längeren und intensiven demokratischen Prozess bereiteten sich Studierende und Dozent*innen auf diesen Schritt vor. Am Ende stand ein Abstimmungsprozess, bei dem sich rund 85 Prozent der 269 Beteiligten aus Kollegium und Studierendenschaft für den Beitritt aussprachen. Mit der Mitgliedschaft verbindet die Fachakademie ein verbindliches Selbstverständnis: Diskriminierung, Rassismus und menschenfeindlichen Haltungen wird aktiv entgegengetreten – im Schulalltag, in Projekten und in der pädagogischen Arbeit.

FAKS-Leiter Benjamin Groß mit Studierenden und einer Dozentin vor einer Europakarte auf einer Pinnwand. Dort können die Studierenden und Dozent-/ innen mit einer Pinnadel Lebensorte markieren.
© Johann-Hinrich-Wichern Fachakademie Schweinfurt

Die Aufnahme in das bundesweite Netzwerk der SoR – SmC-Schulen befördert auch die Vernetzung in der Zivilgesellschaft vor Ort. Beim Festakt anlässlich der Übergabe der Beitrittsurkunde und des Courage-Schildes wurde deutlich, dass die Fachakademie die siebte Schule in Schweinfurt ist, die dem Netzwerk beitritt – und damit auf ein tragfähiges Netz an Mitgliedsschulen zählen kann, das Austausch, Unterstützung und gemeinsame Projekte ermöglicht.

In den Grußworten waren sich die Redner*innen einig, dass demokratiefeindlichen Parolen und Parteien entschlossen entgegengetreten werden muss. Zugleich brauche es diskriminierungssensible Bildungsarbeit, die junge Menschen zu einer klaren Haltung befähigt – getragen von der Überzeugung, dass Vielfalt selbstverständlich ist und Toleranz, Gleichberechtigung und Menschenwürde unverzichtbare Grundpfeiler unserer Gesellschaft darstellen.

Schulleiter Benjamin M. Groß griff diese Perspektive in seiner Andacht zur Tageslosung auf und ergänzte sie um ein befreiungstheologisches Bild: Gott ergreife kompromisslos Partei für Menschen, deren Würde verletzt wurde, und befreie aus schuldhaften Verstrickungen. In Anlehnung an Desmond Tutu betonte er: „Versöhnung setzt Wahrheit voraus“ – und damit auch Fachwissen, eine klare Sprache und eine reflektierte Haltung. 

Die Aufnahme in das Netzwerk setzt einen Startpunkt für ein auf Dauer angelegtes couragiertes Engagement gegen Rassismus in den Schulen. 

 

Einblicke in beispielhafte Aktivitäten evangelischer Schulen gewinnen Sie hinter diesen Links:

Johann-Hinrich-Wichern-Fachakademie für Sozialpädagogik Schweinfurt

Diakoneo Fachakademieen Hof

Schulen Schloß Schwarzenberg

Evangelische Friedrich Oberlin Fachoberschule

Laurentius Gymnasium Neuendettelsau

Christian von Bomhardschule

Dag Hammarskjöld Gymnasium Würzburg

A.B. von Stettensches Institut Augsburg

Paul-Gerhardt-Schulen Kahl a.M.

Berufsschule zur sonderpäd. Förderung Altdorf

Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg

Schule am Lindenbühl Hof

und die bislang jüngste Partnerschule, aufgenommen am 4.3.2026: Schule am Martinsberg Naila

Hier finden Sie alle Informationen, um SoR-SmC-Schule zu werden: https://www.sor-smc-bayern.de/netzwerk/courage-schule-werden/