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„Feedforward“ – Starker Auftakt der neuen Fortbildungsreihe für Mentor*innen

Ende November sind in Nürnberg die ersten Seminartage der neuen Fortbildungsreihe „Feedforward – Kollegiale Mentoring-Kompetenz entwickeln“ erfolgreich zu Ende gegangen. Die Evangelische Schulstiftung hat das neue Format initiiert, um Schulleitungen bei der Professionalisierung des Mentorats an Evangelischen Schulen wirkungsvoll zu unterstützen. Die Nachfrage zeigt: Viele Lehrkräfte möchten ihre Rolle als Mentor*in an ihrer Schule klarer, strukturierter und professioneller ausfüllen – für die Teilnehmenden scheint sich dieser Wunsch zu erfüllen. Ihr „Feedforward“ nach den beiden Präsenztagen spricht Bände. 

Graphik Teammeating - Drei Personen sitzen oder stehen um einen runden Tisch
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Gruppenbild Fortbildung Mentor*innen-Professionalisierung
Christine Beringer

Erfahrenes Tandem – praxisorientierter Zugang
Den Referentinnen Marlies Kempe und Carla Hartel, beide erfahrene Kolleginnen aus Real- und Berufsschule, ist es gelungen, einen zwar wissenschaftlich fundierten, jedoch klar unterrichtspraktischen Themenzugang zu befördern. Dass die Fortbildung von einem Referentinnen-Tandem begleitet wurde, empfanden die Teilnehmenden als besonders bereichernd: Unterschiedliche Perspektiven, abgestimmte Impulse und ein hohes Maß an Professionalität prägten die Lernatmosphäre.

Inhalte der ersten beiden Seminartage
Die Auftaktmodule boten eine kompakte und zugleich vielseitige Einführung in zentrale Grundlagen kollegialen Mentorings: 

  • Aufbau einer gesunden, professionellen Beziehung Mentor*in-Mentee
  • Grundlagen der Kommunikation nach Schulz-von-Thun, Rogers und Watzlawick 
  • Feedbackformen, insbesondere konstruktives und wertschätzendes „Feedforward“
  • „EMU (light)“– Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik und 
    Unterrichtsentwicklung
  • Kollegiale Beratung 
  • Mentoring-Leitfaden & digitale Tools

Intensive Übungsphasen als zentrales Element
Besonders positiv wurde der hohe Anteil an praktischen Übungen in Kleingruppen hervorgehoben. Diese Form des Arbeitens ermöglichte nicht nur, das eigene Handeln zu reflektieren, sondern auch durch Beobachtung anderer unmittelbar zu lernen. Und die Wiederholung bzw. das Kennenlernen und Testen, wie man aktiv zuhört, sowie die Erprobung verschiedener Feedbackformen wurden als gewinnbringend erlebt. Fähigkeiten, die im Mentorat eine Schlüsselrolle spielen.

Impulse für die Praxis – inklusive „Hausaufgabe“
Zum Abschluss des zweiten Tages erhielten die Teilnehmenden eine kleine, aber wirkungsvolle „Hausaufgabe“: Konkrete Planungs-, Umsetzungs- und Reflexionsimpulse zu den vier Bereichen

  • Unterrichtsplanung,
  • Unterrichtsbesuch,
  • Feedbackgespräch und
  • Dokumentation,

ergänzt durch eine Grundstruktur für die ersten Wochen eines systematisch aufgebauten Mentorats an der eigenen Schule. Damit sollen die Teilnehmenden das Gelernte gezielt in ihre Praxis überführen.

Auch die Vorstellung einer App-gestützten Organisation des Mentorats fand großen Anklang, denn allen war klar, dass digitale Tools das strukturierte Planen, Dokumentieren und Kommunizieren im Mentoring-Prozess effektiv unterstützen können. 

Kommunikation im Mittelpunkt des dritten Seminartags
Der nächste Präsenztag am 16. Januar 2026 widmet sich dem für Mentor*innen zentralen Thema der Gesprächsführung. Im Mittelpunkt werden schwierige und konflikthafte Gesprächssituationen stehen. Die Teilnehmenden dürfen sich auf intensive Trainingsphasen, viele praktische Übungen und qualifiziertes Feedback freuen.