miteinander leben, lernen, glauben im Spielraum christlicher Freiheit
Rückblick auf die Tagung der Leitenden 2026

Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz,
diesjähriger Impulsreferent der Tagung der Leitenden

Danksagung an die Referent*innen
(2. v.l.n.r.: Andreas Schock, Irfan Taufik, Heike Mais, Martin Becher)
Daran anknüpfend stellte Prof. Gerholz eine zentrale Frage, die ihre Wirkung ebenfalls nicht verfehlte: „Wollen wir die Fähigkeiten stärken, die wir persönlich und bisher immer für wichtig gehalten haben? Oder wollen wir die Stärken der jungen Generation ernst nehmen und daraus neue didaktische Wege entwickeln?“ Zwischen Bewahren und Erneuern wurde so ein Spannungsfeld sichtbar, das viele Schulen aktuell prägt … und in Zukunft noch stärker prägen wird.
Gerholz‘ abschließender Appell machte Mut, dieses Spannungsfeld aktiv anzunehmen: „Lassen sie uns Lehren weiterentwickeln und Innovation ermöglichen, lassen Sie uns Lernen durch KI gezielt unterstützen und Schule durch Automatisierung spürbar entlasten“.
Am Nachmittag vertieften die Tagungsgäste das Schwerpunktthema „Generationenvielfalt als Ressource für eine starke Schulgemeinschaft“ in fünf Workshops zu unterschiedlichen Querschnittsthemen. Im Mittelpunkt standen dabei innovative Ansätze für zukunftsfähige Führung und Zusammenarbeit, etwa das Modell der Tandemführung, wie es die kooperative Schulleitung der Fachschule für Heilerziehungspflege und -hilfe der Rummelsberger Diakonie in Ebenried initiiert hat und konsequent lebt. Aber auch zeitgemäße Formen kollegialen Lernens wie das „Reverse Mentoring“ oder die dringende Notwendigkeit einer aktiven und reflektierten Demokratiebildung in Zeiten von Polarisierung und einem digital geprägten, stellenweise immer radikaleren Diskurs ist.
Ob im Umgang mit sich verändernden Bedürfnissen von Schüler*innen, Lehrkräften und jungen Schulleiter*innen oder im schulischen Miteinander auf Augenhöhe im Schulparlament: Die Workshops zeigten eindrucksvoll, wie Schulen Generationenunterschiede und die damit einhergehenden Veränderungen von Leiten, Lehren und Lernen produktiv nutzen können, um zukunftsfähige Führungs- und Beteiligungsstrukturen zu entwickeln, auf veränderte Lernbedürfnisse einzugehen und eine resiliente, demokratisch geprägte Schulkultur zu stärken.
Das Team der Evangelischen Schulstiftung bedankt sich für die rege Teilnahme und Diskussionsbereitschaft der Schulleitungen und Träger aus ganz Bayern, den Kooperationspartnern und den wunderbaren Referent*innen (in alphabetischer Reihenfolge) Martin Becher, Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz, Heike Mais, Andreas Schock, Irfan Taufik, Bernhard Weidner und Ann-Mirjam Wild. Ein besonderer Dank gilt auch Agnes Grießmeier von der HEP in Ebenried, die den Workshop zum Thema Führung zusammen mit Tandem-Partner Andreas Schock mit viel Engagement und Herzblut vorbereitet hat und Pfarrer Mark Meinhard, Gesamtschulleiter der Evangelischen Kooperativen Gesamtschule Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg, für die tiefgründige Andacht am zweiten Tagungstag.


