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Evangelischer Schultag 2012

Unter dem Motto "Evangelische Schule - Profiliert Übergänge gestalten" fand am 20.10.2012 der 5. Evangelische Schultag im Dag-Hammarskjöld-Gymnasium in Würzburg statt. Eingelanden waren Mitarbeitende aller Evangelischen Schulen, Schülerheime und Internate in Bayern.

 

Schülerinnen und Schüler des Dag-Hammarskjöld Gymnasiums gestalteten mit Pfarrer Herpich die Andacht zum Beginn des Ev. Schultages.

Dekanin Dr. Edda Weise begrüßte als Trägervertreterin des gastgebenden Gymnasiums die 200 teilnehmenden Lehrkräfte, Schulleitungen und Gäste, die zum Teil sehr weite Wege auf sich genommen hatten.

 

Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung, Pfarrer Erwin Meister eröffnete den Evangelischen Schultag und dankte den Lehrkräften, die mit ihrem täglichen Engagement dafür sorgen, dass Evangelischen Schulen  für die Kinder und Jugendliche gute Schulen seien. Gerade die Begleitung in Übergangssituationen erfordere viel Zeit, Geduld und hohe Fachlichkeit.

 

Oberkirchenrat Detlev Bierbaum präsentierte das Rahmenkonzept Evangelischer Schulen, das sowohl für bestehende Schulen ein gutes Instrument für die schulische Weiterentwicklung sein könne, als auch eine Leitlinie für die Konzeptentwicklung von Schulgründungsinitiativen. Er stellte die hierzu erschienene Publikation vor, die allen Gemeinden, Diensten und kirchlichen Einrichtungen zugeht. Die Veröffentlichung steht hier zum Download zur Verfügung.

 

Mit über zwanzig Informationsständen präsentierten sich Evangelische Schulen aller Schularten, das Projekt "Diakonisches Lernen" und die Evangelische Jugend mit ihren Freiwilligendiensten.

Deutlich wurde das breite Spektrum an schulischen Angeboten, die methodische Vielfalt und die breite Vernetzung der Schulen in ihrem jeweiligen Umfeld, die den Schülerinnen und Schülern Übergänge erleichtern helfen sollen.

Als ein Beispiel zur Unterstützung des Übergangs "Schule und Beruf" stellte sich die - von Eltern der Christian-von-Bomhart Schulen initiierte - Ausbildungsplatzbörse vor, die im zweijährigen Turnus Realschüler/ -innen und GymnasiastInnen mit den Ausbildungsplatzanbietern in der Region zusammenbringt.

Einzelne Aspekte des breiten Themas: "Übergänge profiliert gestalten" wurden am Nachmittag in Workshops beleuchtet . Dabei wurden Themen rund um unterrichtlich/ methodische, kulturelle, personelle Übergänge und der Schulentwicklung aufgegriffen:

 

„Was wünschen Sie sich, Herr Landesbischof, für die Schülerinnen und Schüler an Evangelischen Schulen?“ Das war die Abschlussfrage einer Fülle verschiedenster Fragen von Schülerinnen und Schülern und von Lehrkräften evangelischer Schulen.

Landesbischof Dr. Bedford-Strohm antwortete ganz bildlich: „Wenn Schülerinnen und Schüler sich am Morgen vor den Spiegel stellen würden und, vielleicht mit Psalm 139, sagen können: ‚Ich danke Dir Gott, dass Du mich so wunderbar gemacht hast!’, dann wäre etwas ganz Wichtiges gelungen. Wenn dann diese Schülerinnen und Schüler, weil sie sich vor Gott wertvoll wissen, zuerst in ihrem Umfeld und später in Familie und Beruf Liebe weitergeben und Verantwortung übernehmen können, wäre das ganz wunderbar“. Viele weitere Fragen zu sich selbst, seinen Vorlieben und ob sein Beruf ihm Freude bereite („Ja, sehr“), zu Politik und Bildung wurden mit klarer eigener Position und theologischer Begründung beantwortet oder die Themen aufgenommen.

Die Fragen nach Bildungsgerechtigkeit und Asylpolitik waren dabei genauso vertreten wie die Frage nach der Länge und Qualität der Erzieherausbildung. Auf die Frage nach den Profilen evangelische Schulen, um die es insgesamt beim Evangelischen Schultag unter dem Motto ‚Übergänge profiliert gestalten’ ging, erklärte der Landesbischof, dass er sich ein Profil der Schulen wünsche, dass eine klare Identität als evangelische Schule und evangelische Christen möglich mache. Der Umgang mit den Menschen, bei denen diese Identität nicht vorliege solle aber nicht ausgrenzend, sondern fröhlich und offen einladend sein.